New Orleans / Südstaaten

Mittwoch, 17. Juli 2019

Rückgabe RV und Flug nach New Orleans via Los Angeles

3065 Flugkilometer

 

Das Ausräumen und Kofferpacken hat nach dem Frühstück ewig gedauert. Durch die Hitze war das auch wieder sehr anstrengend. Man soll spätestens 10:30 Uhr auf dem Gelände von Road Bear sein, wir kamen 10:38 Uhr an. Naja, war halb so wild und die Mitarbeiter dort waren sehr entspannt. Wir haben sogar die Ausgabe für die neue Kaffeemaschine ersetzt bekommen.

Wir sind dann nach L.A. geflogen. Dort angekommen mussten wir zum Terminal 3 mit einem Shuttlebus über das Rollfeld fahren, um zu unserem Flieger nach New Orleans zu kommen. Uns haben dort angenehme 25 Grad Celsius empfangen.

Was fiel uns beim Fliegen auf?:

- Sehr strenge Sicherheitskontrollen. Schuhe und Gürtel ausziehen, Spezialscanner und Taschenkontrolle.

- Die Abfertigung läuft trotz teilweise großer Menschenmassen sehr professionell und pünktlich ab.

- Essen und einige Spezialgetränke muss man im Flugzeug kaufen.

 

Uns empfing in New Orleans eine sehr feuchte Wärme.

Wir sind mit Uber zu unserem Hotel Maison Dupuy im French Quarter gefahren. Kleiner Schock, gegen 0:30 Uhr dort angekommen, mussten wir feststellen, dass es keine Reservierung für uns gab. Da hat sich unser Reisebüro glatt um einen Tag vertan. Zum Glück war unser Zimmer schon frei und wir konnten den Tag selbst dazu buchen.

Donnerstag, 18. Juli 2019

New Orleans

22.300 Schritte

 

Unser erster Tag in "NOLA", oder auch in "The Big Easy". Zum Frühstück ging es ins IHOP (International House of Pancakes). Es war sehr lecker und reichlich.

Dann der erste Spaziergang durch das French Quarter und speziell die

Bourbon Street. Vormittags ist hier nicht so viel los.

Das Steam Boat Natchez (letztes Dampfschiff auf dem Mississippi) fuhr leider nicht, wegen ausgefallener Klimaanlage, also haben wir die Fahrt auf den nächsten Tag verschoben.

Es war so heiß und feucht, wie in einer Dampfsauna. Wir sind zum Hotel zurück um uns abzukühlen und die nassen, durchgeschwitzten Sachen zu tauschen.

Völlig fertig wegen der Hitze und dem Jetag fielen wir in einen ungeplanten Mittagsschlaf.

Zum Essen am späten Nachmittag ging es zu Dat Dog. Ein Hotdog Restaurant, welches wir aus der TV-Show "Ginormous Food: Huge, Hot and Cheesy in the Big Easy" kannten. Sehr lecker und der Barmann war happy meinen zweiten Vornamen Hans auf der VISA-Karte zu lesen, er hat nämlich den gleichen (in den USA seltenen) Namen.

Anschließend gingen wir durch den Louis Armstrong Park zurück ins Hotel.

Freitag, 19. Juli 2019

New Orleans

18.800 Schritte

 

Frühstück im Café Arrow, gleich um die Ecke. Es gab guten Kaffee, aber nur Pastries (kleine Süßspeisen) zum Essen. Der kostenlose Frühstücks-Kaffee im Hotel ist dagegen nicht so toll.

Das Steam Boat Natchez fuhr leider wieder nicht zur geplanten Abfahrtzeit. Wir buchten auf die Mittagszeit um. Zum Zeitvertreib gingen wir ins Aquarium und das angeschlossene IMAX-Kino.

Aber auch zum Mittagstermin war das Steamboat out of order. Wir haben uns das Geld erst einmal erstatten lassen und Karten für eine Airboat Tour durchs Bajou am nächsten Tag gekauft. Zur Abkühlung wieder ins Hotel, es war wieder unerträglich heiß und feucht.

Nach der Hotelpause fuhren wir mit dem Street Car (Starßenbahn) zu einer Goodwill Filiale. Daniel wollte mal so ein Gebrauchtwarenhaus besuchen. Die Fahrt mit der Bahn ist echt preiswert. Eine Tageskarte kostet nur 3,- Dollar.

Anschließend zum essen in die "Parkway Bakery and Tavern" zum Po`Boy-Essen (eigentlich Poor Boy). Das sind reichlich belegte Baguettes, ein typisches New Orleans Essen.

Auch hier wieder: gutes Essen aber Fountain Getränke (Cola, Sprite etc.) schmeckten wie so oft nach Chlor, Besteck und Gläser aus Einweg-Kunststoff. Da können wir uns nur schwer dran gewöhnen.

Unterwegs fielen uns die Sandsäcke vor den Eingängen auf. Entweder noch die Nachwirkungen von Hurrikan Barry oder eine allgemeine Vorbeugung.

Abends dann noch ins berühmte Café du Monde, wieder nur Einweggeschirr und Pappbecher, sehr voll und laut, ziemlich schmutzig. Uns ist unverständlich warum das so beliebt sein soll.

Danach haben wir durch Zufall eine Jazz-Musikparade gesehen. Sehr schön.

In der berühmten Bourbon Street hört man viel Musik. Die Straße ist aber eher so wie ich mir den Ballermann vorstelle. Viele Menschen und viel Alkohol.

Samstag, 20. Juli 2019

New Orleans, Bayou

8.800 Schritte

 

Nach dem Frühstück im Café Beignet, ging es mit dem Bus zum Hafen der Airboats. Das war ca. eine halbe Stunde Fahrzeit.

Mit dem lauten und schnellen Airboat fuhren wir dann durch das Bayou. Ein Sumpfgebiet, ähnlich den Everglades in Florida.

Es gab einige Aligatoren in freier Wildbahn zu sehen. Auf dem Rückweg kamen wir in ein heftiges Gewitter mit Starkregen. Zum Glück war der kleine Hafen nicht mehr weit, die Blitze und Donner waren sehr nah.

Klitschnass bis auf die Haut gingen wir von Bord und mussten dann noch die Rückfahrt mit dem Bus aushalten.

Zum Trocknen schnell ins Hotel. Mit großem Hunger sind wir anschließend zum Essen in das Restaurant Gumbo Ya-Ya, um ein paar regionale Köstlichkeiten zu probieren. Viele Sachen waren leider fritiert, so dass dann doch alles irgendwie ähnlich schmeckt.

Wenigstens hat es sich nach dem Regen etwas abgekühlt, nur noch 26-30 °C.

Sonntag, 21. Juli 2019

New Orleans, Steamboat

10.400 Schritte

 

Heute endlich das Steamboat, im 4. Anlauf hat es nun geklappt. Bevor das Boot ablegte, wurde auf dem Dach Musik mit dem Dampf der Maschinen gemacht. Dort spielte ein Musiker auf einer Dampforgel einige bekannte Songs. Sehr laut, manchmal etwas schräg im Klang, aber auf jeden Fall etwas Besonderes.

Vor dem Boot geht eine Eisenbahn- und eine Straßenbahnlinie entlang, ohne Schranke. Am Tag vorher fuhr dort ein unendlich langer Erdölzug, mit 3 Loks vorn und 2 Loks hinten. Wir haben noch nie einen so langen Zug gesehen und das mitten in der Stadt. Heute fuhr dort ein Traditionszug entlang. 

Der Mississippi ist sehr breit und auch erstaunlich tief. Wir fuhren ein Stück stromabwärts und dann wieder zurück. Auf dem Hinweg gab es unterhaltsame Erklärungen, auf dem Rückweg wurde Jazz von einer Band gespielt. Wir haben uns unterwegs den Maschinenraum angesehen und auch die Bar ausprobiert. Auf dem Rückweg fing es wieder an zu regnen, ziemlich stark. Es hat auch nicht mehr aufgehört, so dass wir uns Regenponchos kaufen mussten. Wir wären sonst wieder pitschnass geworden.

Abends sind wir noch zur Kirche am Jackson Square gegangen, diese war an den Vortagen immer schon geschlossen. Dann haben wir einen sehr schönen Geschenkeladen entdeckt und ein paar nette Sachen gekauft. Unter anderem eine Messingglocke, um zu Hause die Kinder zum Essen zu rufen. Zum Abschluss in New Orleans ging es dann in ein typisches Cajun-Restaurant, zu Mr. Ed's Oyster Bar & Fish House.

Ich probierte Crawfish Cake mit Jambalaja Reis, Birgit aß Austern und Daniel nahm Fried Alligator.

 

Morgen holen wir unseren Mietwagen ab, um die Gegend zu erkunden und um damit nach Gulfport zu fahren, unser Übernachtungsort nach New Orleans.

Monntag, 22. Juli 2019

Plantations

7.900 Schritte

 

Mit dem Mietwagen (wieder ein Nissan Pathfinder, dieses Mal in Weiß) sind wir vom Airport New Orleans in Richtung Baton Rouge gefahren. Wir wollten dort einige Plantagen besuchen. Zuerst die Oak Alley Plantation. Als wir ankamen fing es wieder an zu regnen. Also haben wir uns erst einmal die Sklavenunterkünfte von innen angesehen und sind dann schnell ins Haupthaus. Dort gab es eine Führung zur Geschichte. Sehr interessant, da es nicht nur um die Plantagenbesitzer (Sklavenhalter) ging, sondern eben auch um die dort lebenden Sklaven. Dort lebten bis zu 220 Sklaven mit einer extrem niedrigen Lebenserwartung.

Wir sind dann weiter zur Nottoway Plantation, nicht weit entfernt von Oak Alley. Hier gibt es das White Castle zu besichtigen. Eine Holzvilla die ein bisschen wie das Weiße Haus aussieht und aktuell als Hotel und Resort betrieben wird. Hier gab es zur Abwechslung auch einen schönen Garten zu sehen. Auch dieses Anwesen liegt direkt am Mississippi.

Die dritte Plantage, die Whitney Plantation, die sich speziell der Sklavengeschichte widmet hatten wir dann ausgelassen, weil wir auf die nächste Führung eine Stunden hätten warten müssen.

Ein preiswertes Mittagessen gab es bei Wendy's, das wollte Daniel mal ausprobieren. Aber alle Food-Ketten schaffen wir nicht mehr.

Dann ging es den langen Weg ostwärts über Baton Rouge nach Gulfport.

Dienstag, 23. Juli 2019

Gulfport/Mississippi und Mobile/Alabama

14.300 Schritte

 

Morgens nach dem Frühstück sind wir zum Strand und sind dort spazieren gegangen.

Das Frühstück habe ich fotografiert. Es ist ja schon selten in einem amerikanischen Hotel ein Frühstück zu bekommen. Diese hier war auch eigentlich nicht erwähnenswert, aber wirklich alles war Einwegmüll. Geschirr, Besteck, Becher und alles einzeln verpackt. Aber!, die Servietten sind aus Recyclingpapier.

Der Strand von Gulfport wurde gerade mit Traktoren und Baggern gereinigt. Trotzdem war er nicht richtig sauber und es lag viel Müll rum. Wir fanden Plastiktüten, Dosen, Schrott, sogar eine Metallgabel und Glasscherben. Am schlimmsten waren aber schwarze, schmierige Brocken. Wahrscheinlich war das Erdöl, vom Hurrikane angespült.

Wir sind dann noch zur Marina, das war aber nicht so spannend, so dass wir beschlossen nach Mobile zu fahren.

In Mobile haben wir uns die "Mighty A" angesehen, das Battleship USS Alabama aus dem 2. Weltkrieg. Das hat sich schon alleine als richtig spannend herausgestellt. Wir konnten alles erkunden, fast überall reingehen bzw. reinkriechen. Die einzelnen Abteilungen sahen aus wie gerade verlassen. Zusätzlich gab es dazu passende Geräusche: Im Barbershop summende Rasierapparate und Scherengeklapper, in der Küche klirrte Geschirr. So ein Schiff ist wie eine Stadt. Dazu dann noch das U-Boot USS Drum und die ausgestellten Flugzeuge. Ein lohnender Ausflug bei wieder durchwachsenem Wetter.

Zum Abendessen gönnten wir uns Seafood bei Red Lobster. Es gab unter anderem Lobster und Shrimps.

Mittwoch, 24. Juli 2019

Pensacola, Navarre Beach State Park/Florida

5.000 Schritte plus Schwimmen

 

Die vorhergesagte "Kaltfront" ist angekommen. Es sind nur noch 33 °C, endlich normale Luftfeuchtigkeit und SONNE. Da dachten wir uns, wir fahren nach Florida und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Es hat sich gelohnt. Schneeweißer Strand, warmes, türkisfarbenes Wasser, einfach awesome.

Donnerstag, 25. Juli 2019

Rückfahrt nach New Orleans und Besuch des Stennis Space Centers der NASA

12.200 Schritte

 

Auf dem Hinweg nach Gulfport sahen wir neben der Interstate eine Saturn 5 Rakete und eine Mondlandefähre stehen. Nun nutzten wir die Gelegenheit und besuchten auf dem Rückweg das Infinity Science Center der NASA. Es liegt ganz in der Nähe der größten Einrichtung zum Test von Raketenmotoren. Es gab unter anderem die Original Crew Capsule von Apollo 4 und Astronautenanzüge zu sehen. Im Außenbereich steht die komplette 1. Stufe von Apollo 19 (18 und 19 sind gebaut worden, aber nicht mehr geflogen), diverse Raketenmotoren und ein Mock-up der Mondlandefähre. Da wir die einzigen waren, erhielten wir eine (für mich und Daniel sehr spannende) Privatführung eines sehr informierten NASA-Mitarbeiters. Er erzählte viele Anekdoten über die deutschen Ingenieure bei der NASA und hatte eine Menge technisches Detailwissen. Birgit war nicht so begeistert, sie suchte nach Aligatoren und Giftschlangen im Außengelände.

Wir sind dann in Richtung Küste nach Bay St. Louis gefahren und gönnten uns dort ein Eis in der Creole Creamery. Daniel entdeckte ein Antiquariat mit einer Menge Zeug aus der amerikanischen Vergangenheit.

Ein wirklich netter Ort an der Küste. Nach einem Spaziergang ging es weiter nach New Orleans. Zum Abschluss gingen wir noch einmal nett zum Essen. Da wir uns nicht einigen konnten, Seafood oder Burger, entschieden wir uns für das Restaurant "New Orleans Hamburger & Seafood Co.", anschließend nutzten wir den Pool unseres Flughafenhotels.

Freitag, 26. Juli 2019

Rückflug von New Orleans via New York nach Berlin

8.237 km Flugstrecke

 

Nach dem komplizierten Packen der Koffer (wir hatten Schwierigkeiten unter jeweils 50 Pfund zu bleiben), ein letztes Frühstück bei Denny's und dann zum Airport.

Alles ging sehr schnell, der Flughafen ist sehr übersichtlich und gar nicht voll.

Wie immer pünktlich, ging es nach New York. Hier war dann natürlich viel mehr los.

Anflug auf New York

 

Wir vertrieben uns die Wartezeit mit einem Mittagessen bei Buffalo Wings. Es ging dann wieder on-time weiter nach Berlin und wir landeten, nach viel Rückenwind, eine halbe Stunde früher.

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© Peter Bär