Yellowstone NP - Las Vegas

Montag, 1. Juli 2019

Vom Yellowstone durch den Grand Teton National Park, wieder nach Süden

220 km 

 

Letzte Nacht hat es zum ersten Mal seit unserer Ankunft in den USA gewittert und geregnet – aber so richtig laut, das war nicht zu überhören! Morgens schien dann wieder die Sonne!

Jetzt geht es wieder südwärts. 

Bevor wir loskonnten mussten wir uns noch in den Stau an der Dumpstation einreihen. Dort haben wir ein deutsches Ehepaar mit ihrem VW-Bus getroffen. Sie sind 6 Monate damit in den USA und Canada unterwegs. Zusammen mit einem weiteren Amerikaner haben wir uns die Wartezeit durch Smalltalk nett vertrieben.  

 

Um zum Grand Teton National Park zu kommen, mussten wir wieder ein Stück durch den Yellowstone fahren. Wieder der gleiche Stau vor dem Eingang. Unterwegs hielten wir noch an den Kepler Cascades und fuhren dann direkt zum Grand Teton NP, der südlich vom Yellowstone liegt. Nach einigen weiteren Fotostopps erreichten wir nach 2,5 Stunden unseren geplanten Signal Mountain Campground, direkt am Ufer des Jackson Lakes gelegen. Leider war der voll und wir mussten mal wieder eine Alternative suchen. Ich verstehe das langsam nicht, da dies ein nicht buchbarer „First Come First Serve“ Platz ist. Wahrscheinlich sind hier lauter Dauer- oder Langzeitgäste. Ein Mitarbeiter des Campgrounds nannte uns einen Ausweichplatz, der weiter in Richtung Süden liegt. Das war schon mal besser als der Ausweichplatz, der an einer Tafel stand. Dieser wäre wieder 20 Meilen zurück gewesen. Der „Gros Ventre“ Campground, nördlich von Jackson Hole stellte sich als sehr einfach heraus: 30 $ für einen Stellplatz ohne alles – echt ätzend. Nicht so toll gelegen, die Restrooms relativ weit weg und keine Duschen. Der Mitarbeiter malte tatsächlich Kringel auf eine Landkarte, wo wir im Umkreis von 20 Meilen duschen können. Und dann noch überall die Warnung vor Bären – an den einzelnen Plätzen befindet sich jeweils eine Bärenbox für Lebensmittel, vermutlich für Zelter!   

 

Wir haben den Nachmittag genutzt, um ein schnelles Mittagessen zu kochen (Kartoffelbrei und Fischfingers mit Gurkensalat) und anschließend haben wir ca. 3 Stunden Risiko gespielt. 

 

Gleich werden wir noch eine kurze Runde über den riesigen, verwilderten Campground drehen.

Dienstag, 2. Juli 2019

Vom Grand Teton National Park weiter nach Süden

327 km 

 

Die erste große Etappe, um wieder in den Süden zu kommen. Zuerst müssen wir dumpen. Im Stau an der Dump Station haben wir ein deutsches Ehepaar getroffen, das mit dem eigenen VW Bus 6 Monate durch die USA und Kanada tourt. Rentner haben eben noch mehr Zeit! Zusammen mit einem weiteren Amerikaner haben wir uns die Wartezeit mit Smalltalk vertrieben.

Dann ging es durch Jackson immer dem Highway 191 folgend, bis nach Daniel (!), genauer nach Daniel Junction.

 

Während dieser Pause mussten wir zwei Anrufe erledigen, hier gab es endlich mal wieder Empfang. zuerst ein Anruf nach Deutschland. Die Werft hatte schlechte Neuigkeiten, es wird noch teurer die Z-Antriebe zu reparieren. Wenigstens sind anscheinend die Motoren in Ordnung.

 

Der zweite Anruf ging zum MGM Grand Hotel in Las Vegas. Wir hatten auf der Kreditkartenabrechnung viel mehr stehen, als wir ausgerechnet hatten. Nach dem umständlichen anfordern der Rechnung, standen dort zweimal Frühstück und dreimal Parken zu viel drauf. Das war dann ein Telefonat mit einer Menge automatischen Ansagen (press 1 if you want this, press 2 if you wanf that...). Ich hatte dann einen Operator dran, der mich weiterleitete zu einem anderen Operator, der mich dann wieder zu einer weiteren automatische Ansage verband. Ein absoluter Wahnsinn. Die letzte Ansage nannte eine Webseite mit einem Formular. Hier konnten wir endlich unsere falschen Posten der Rechnung eintragen. Am Abend kam dann eine Mail von MGM mit einem blöden Standardtext, aber mit der korrigierten Rechnung als Anhang. Da war dann gar kein Frühstück mehr drauf, eins war ja eigentlich korrekt und das Parken war auch erstattet. Alles gut am Ende!

Zum MGM Grand in Las Vegas können wir nicht viel Gutes sagen:

Erst hatten wir ein nicht sauber gemachtes Zimmer bekommen, dann haben die Jungs Keycards erhalten, die nicht funktionierten. In einem normalen Hotel sind das Miniprobleme, die sich schnell an der Rezeption lösen lassen. Aber nicht in dieser riesen Bettenburg mit über 5000 Zimmern. An der Rezeption sind immer Schlangen wie beim Check-in an einem Großflughafen. Echt grausam. 

 

Wir fuhren dann weiter den Highway 191 durch endlose Weiten bis nach Rock Springs. Vor uns war ein Regengebiet zu sehen, aber es zog vorbei. Der Campground lag "romantisch" direkt an der Interstate und an einem Tanklager. Aber eben günstig und preiswert auf halbem Weg zwischen Yellowstone und den Parks im Süden.

Mittwoch, 3. Juli 2019

Von Rock Springs nach Fruita/Grand Junction

409 km

 

Bevor es weiter ging, tankten wir noch 10 Gallonen Propangas am Campground. Hier schleppt man keine Gasflaschen, sondern füllt direkt den Gastank im Wohnmobil.

Die zweite, noch etwas längere Etappe nach Süden, führte uns noch ein Stück weiter auf dem Highway 191 bis Vernal.

 

Interessant sind die Baustellen. Sehr oft nur einspurig, wird der Verkehr wechselseitig durchgelassen. Das geschieht aber nicht mit einer Ampel sondern mit zwei Bauarbeitern mit Warnweste, die ein Schild halten. Auf der einen Seite ist ein STOP-Schild auf der anderen Seite steht SLOW. Die Fahrzeuge werden dann mit einem Pilot Car mit Follow Me Schild und gelben Warnlichtern auf dem Dach durch die Baustelle eskortiert.

 

In Vernal bogen wir auf den Highway 40 ab und legten in Dinosaur einen Zwischenstopp ein.

Hier gab es das Dinosaur National Monument zu besichtigen. Eine Felswand mit hunderten freigelegten Dino-Knochen, um die ein Haus gebaut wurde. Diese Fundstelle versorgte diverse Museen im ganzen Land und auch international mit Dinosaurierskeletten.

Dann ging es weiter zum Highway 139, ein so genannter Scenic Byway. Tatsächlich war das eine wunderschöne Straße, die durch ein Gebirge führte. Das ging zwar nicht so schnell, war aber viel interessanter und abwechslungsreicher als am Tag vorher.

Am Abend sind wir am Monument RV Resort in Fruita angekommen.

Es gab dann nach dem Sonnenuntergang noch ein Feuerwerk, anlässlich des Vorabends zum 4. Juli. 

Donnerstag, 4. Juli 2019, Idependence Day

Von Fruita/Grand Junction zum Arches National Park und weiter nach Moab

222 km / 14.300 Schritte

 

Zuerst ging es ca. 500 Meter zur Tankstelle. Dort angekommen stellte Dominic fest, dass sein Handy weg ist. Die Ortung zeigte ca. den gerade verlassenen Campground. Er ging also zurück, um zusammen mit Carl das Telefon zu suchen. Als ich das Tanken beendet hatte, fuhren wir ebenfalls zurück. Sie suchten in der Toilette und Dusche, am alten Stellplatz, fragten alle Nachbarn und an der Rezeption. Sie fanden nichts. Ganz zum Schluss fiel Carl ein, an der Stelle nachzusehen, wo wir das Feuerwerk angesehen hatten. Dort lag es auf dem Zaun. Da der Rufton ganz leise gestellt war, konnten wir das Klingeln nicht hören.

Dann konnten wir endlich weiter. Es waren nur 1,5 Stunden zu fahren.

Wir fuhren zum Arches Visitor Center und dann in den Park. Zuerst ein kurzer Stop am Park Avenue Viewpoint und vielen weiteren tollen Viewpoints. Die erste kurze Wanderung ging um den Balanced Rock. Die nächste lange Wanderung dann am Turret Arch, North Window und South Window. Zurück zum Parkplatz und zum Double Arch nahmen wir den Primitive Trail. Da waren wir dann fast allein, wie immer, wenn man weiter weg vom Parkplatz ist oder den etwas schwereren Weg nimmt. Der Double Arch, bekannt aus der Anfangsszene von "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" ist echt beeindruckend. Zum Schluss noch zum Panorama Point, zum Delicate Arch Viewpoint und zur Wolfe Ranch. Das war eine Menge Programm und es war sehr heiß. Überall waren Warnungen aufgestellt, genügend Wasser mitzunehmen.

Der Arches Park ist in einem absolut perfekten Zustand, alles wie neu gebaut: die Straßen, die Parkplätze, die Picknickplätze und das Visitor Center. Zusammen mit den Naturattraktionen ist das einfach "awesome".

Wir fuhren dann aus dem Park nach Moab zum Einkaufen und zum Canyonlands RV Resort. Der Campground ist sehr eng gebaut und erstmals ohne Grill. Ausgerechnet an diesem Tag wollten wir grillen - 16 Rindfleischpatties mussten in der Minipfanne gebraten werden. Das war in der Hitze überhaupt kein Spaß! Es gibt zwar einen Pool - der liegt aber direkt an der sehr lauten Straße, nebenan schließt sich direkt eine Tankstelle an.

Wir machten noch einen kleinen Stadtbummel und am Abend gab es noch sehr spät ein Feuerwerk. Da lagen wir aber schon fix und fertig in der Koje.

Freitag, 5. Juli 2019

2. Tag im Arches National Park

77 km / 15.600 Schritte 

 

Am zweiten Tag im Arches wollten wir bis ganz ans Ende des Parks fahren. Bereits am Eingang ein riesiger Stau. Es dauerte bei den meisten Fahrzeugen ewig, da kaum jemand den Jahrespass hatte und deswegen umständlich Bar oder mit Kreditkarte zahlen musste. Als wir mit unserem Pass dran waren, dauerte es 10 Sekunden.

Das Ziel war nun der Devils Garden Trailhead, am Ende des Parks.

Hier gibt es gleich am Anfang den Tunnel Arch und den Pine Tree Arch zu sehen. Um den berühmten Landscape Arch zu sehen, mussten wir in der Mörderhitze und ohne Schatten sehr weit laufen. Aber auf diesen Arch hatte ich mich gefreut. Also viel Wasser mitnehmen und die Zähne zusammen beißen. Es hat sich gelohnt. Der Bogen ist sehr beeindruckend, sieht aber sehr fragil aus. Wer weiß, wie lange es ihn noch gibt.

Zurück im Wohnmobil haben wir erst einmal die beiden Klimaanlagen angemacht, dann gab es ein Eis und kühle Getränke, anschließend wärmten wir noch Reste in der Mikrowelle auf.

Auf dem Rückweg hielten wir noch einmal am Park Avenue Trail. Dieses Mal gab es einen richtigen Parkplatz, so dass wir den Trail laufen konnten - 2 Meilen durch eine mörderheiße Schlucht.

Abends mussten wir noch Einkaufen, besonders die Getränke gehen weg wie nichts. Zum Essen gab es einen schönen grünen Salat mit Schafskäse und Oliven und Tomate mit Mozzarella. Genau richtig bei der Hitze.

Abends nutzten wir noch den Pool, die "Kinder" konnten sich beim Spielen im Wasser austoben.

Birgit und ich machten dann noch einen Stadtbummel und besuchten eine Bar, um einen Cocktail zu trinken.

Samstag, 6. Juli 2019

Dead Horse Point State Park und Canyonlands National Park

167 km / 14.200 Schritte 

 

Eine sehr schöne Wanderung über relativ ebenes Terrain zum Dead Horse Point Overlook eröffnete den Wandertag. Sehr schöne Landschaftsansichten - jedes Foto ein Treffer!

 

Bereits am Anfang des Canyonlands Parks im "Island in the Sky" - Teil des Parks lässt einen die Aussicht am Shafer Canyon Overlook den Atem stocken.

 

Bei einem Spaziergang zum Mesa Arch überraschte uns ein kurzer, aber heftiger Sandsturm. Dann fuhren wir vorbei am Whale Rock zum Upheaval Dome, der zwei Aussichtspunkte auf einen Meteorkrater bereithält. Diese Tour haben wir aufgrund der Einstufung als moderater Wanderweg total unterschätzt. Hohe Wanderstiefel wären hilfreich und auch notwendig gewesen.

 

Unserer Meinung nach ist das ein sehr anstrengender Weg, der auch einige Meter Höhenunterschied und laufen über schiefe Ebenen und unebenes Terrain beinhaltet. Das alles bei einer brütenden Hitze (380 C)- da hat auch der Sonnenhut nicht wirklich geholfen.

 

Dominic musste aufgrund von Knieschmerzen zwischendrin aufgeben und auf unsere Rückkehr warten. Die Aussicht war wirklich schön, aber wenn wir das Maß der Anstrengung gekannt hätten, wären wir am ersten Aussichtspunkt umgekehrt. Zu essen gab es das sehr beliebte amerikanische Essen Mac & Cheese - mir persönlich war der Käse etwas zu fade und obwohl ich nur die Häfte der angegebenen Fettmenge zugegeben habe, war das Essen sehr mächtig. Lecker dazu war der Tomatensalat!

 

Aufgrund dieser körperlichen Herausforderungen und der fortgeschrittenen Zeit verschoben wir die Erkundung  des südlichen Teils des Island in the Sky Bereiches auf den morgigen Tag. Den Needles District, der ganz im Südwesten des Canyonland Parks liegt und nur von Süden her erreichbar ist, werden wir übermorgen auf der Weiterfahrt Richtung Monument Valley besuchen.

 

 

Sonntag, 7. Juli 2019

2. Tag im Canyonlands National Park

165 km / 10.600 Schritte 

 

Nach einigen Diskussionen, ob wir einen Pausentag einlegen oder eine weitere Besichtigungstour machen, ging es nun noch tiefer in den Canyonlands Park, um die Highlights zu sehen, die wir am Tag vorher nicht mehr geschafft hatten.

 

Der Green River Overlook bildete den Anfang und war echt der Hammer - man sollte auf  keinen Fall versäumen, dorthin zu fahren. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend.

 

Anschließend fuhren wir Richtung Süden: Buck Canyon, White Rim und Grand View Overlook reizten, die letzten beiden mussten aber durch eine jeweils ca. 2 Meilentour erwandert werden. Bodenunebenheiten und Höhenunterschiede waren aber im Gegensatz zum Vortag moderat und haben sich in jedem Fall gelohnt!

 

Zwischendurch haben wir an einem Picknickplatz zu Mittag gegessen inmitten der Natur: auch mal ein Vorteil, wenn man mit dem RV im Park unterwegs ist - es lässt sich vor Ort ein schnelles, leckeres Essen zubereiten.

 

Als Resümmee lässt sich festhalten, dass der Canyonlands National Park in Bezug auf seine Attraktivität keinesfalls hinter dem Arches Nationalpark zurücksteht. Positiv ist uns aufgefallen, dass dieser Park deutlich weniger frequentiert wird. Insbesondere wenn Ziele erwandert werden müssen, ist man teilweise alleine unterwegs! Das kann einem im Arches Nationalpark nicht passieren!

Montag, 8. Juli 2019

Canyonlands National Park Needles Overlook und Fahrt ins Monument Valley

311 km / 6.700 Schritte

 

Der Abstecher zum Needles Overlook, der sich außerhalb des Nationalparks befindet und 44 zusätzliche Meilen beansprucht hat, ist in jedem Fall zu empfehlen. Wieder einmal waren wir begeistert von der Weite und der Vielfalt der Natur, die uns immer wieder staunen lässt.

 

Gerne wäre ich (Birgit) nochmal in den Canyonlands Park von Süden her reingefahren, um noch einige interessante Aussichtspunkte anzusehen und Ziele zu erwandern. Leider musste ich aufgrund der noch anstehenden Fahrstrecke verzichten. Die Fahrdauer ist mitunter schwer einzuschätzen, da Serpentinen und Baustellen zu größeren Verzögerungen führen können. Nach den 4 Tagen mit z. T. doch recht anspruchsvollen Wanderstrecken war dieser Fahrtag auch mal in Ordnung!

 

Unterwegs gab es auch noch einiges zu sehen, unter anderem einen Arch direkt am Highway, ein Trading Post mit Café an den Twin Rocks, der Mexican Hat (ein weiterer Balanced Rock) und den Forrest Gump Point (hier führt die Straße schnurgerade auf das Monument Valley).

 

Wir kamen im Monument Valley auch erst gegen 17.00 Uhr auf dem "The View" Campground an - mit unverbauter Sicht direkt ins Valley. Als Empfehlung: die RV Sites 20-22 haben den besten Blick. Für Fotos die optimale Zeit - die roten Felsen werden von der Nachmittagssonne in noch roteres Licht getaucht. Der Campground wird von den Navajo Indianern verwaltet und die lassen sich den Ausblick sehr gut bezahlen: 20 Dollar Eintritt ins Valley und dann nochmal 45 Dollar für die Übernachtung. Außer dem Ausblick gibt es nur Restrooms mit Duschen! Naja, für eine Nacht ist das in Ordnung.

 

Im Visitor Center habe ich mir einen schönen Sandstein gekauft, der mich noch lange an diesen Urlaub mit seinen außergewöhnlichen Steinformationen erinnern wird!

 

Abendessen im Abendrot mit Blick ins Monument Valley - fast kitschig, aber schöön!

Dienstag, 9. Juli 2019

Vom Monument Valley nach Page

224 km / 5.900 Schritte

 

6:00 Uhr bin ich (Peter) aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu erleben und zu fotografieren. Die anderen lagen noch in den Kojen. Es hat sich gelohnt, ein besonderes Erlebnis.

Nach überschaubar kurzer Anreise und gesichertem Übernachtungsplatz auf dem Campground in Page, sind wir gegen 12.30 Uhr zum Horseshoe Bend gefahren, der sich in unmittelbarer Nähe befindet. Hier wurde von der Stadt Page 2019 ein neuer Parkplatz mit Kassen fertig gestellt. Es steht zwar ein großes Schild davor "Glen Canyon National Recreation Area" mit dem Zeichen des US National Park Service, aber der Jahrespass gilt hier nicht. Seit diesem Jahr wird hier von der Stadt Page Eintrittsgeld verlangt - wir mussten 10 Dollar berappen.

 

Hier schlängelt sich der Colorado-River durch den malerischen Canyon: der Fluss in sattem Grün, das einzige, das stört, sind die Touristen, die hier wieder mal zu Hauf auftreten. Die Strecke ist in einer guten halben Stunde hin- und zurück zu laufen - das ist nicht abschreckend genug und hier sind auch wieder die Chinesen anzutreffen, die generell in großen Reisebussen unterwegs sind und sich in z. T. skurillen Posen überall fotografieren lassen.

 

Es folgte ein lazy afternoon mit Pool, Wäschewaschen und Grillen. Hierzu ist anzumerken, dass wir seit dem Yellowstone Nationalparks nur noch auf Campgrounds waren, die keinen Grill oder Feuerplatz mehr vorhalten. Auch hier in Page gibt es nur einen Grill für die Allgemeinheit.

Mittwoch, 10. Juli 2019

Antelope Canyon und dann weiter zum Grand Canyon

269 km / 9.200 Schritte

 

Wir konnten es langsam angehen. Unser schon vor einem Jahr gebuchter Besuch im Antelope Canyon startet erst 12:30 Uhr. Das ist die Prime Time Tour, also mit der Mittagssonne, wenn das Licht im Canyon am besten ist. Wir müssen allerdings schon 11:45 Uhr da sein, um den Check-in zu erledigen.

Die Tour begann mit einer sehr guten Tanzvorführung eines Navajo Indianers und dann ging es nach der Zuteilung zu den Fahrzeugen zum Canyon. Wir bekamen das definitv schlechteste Fahrzeug, einen offenen, alten Army REO Truck. Es ging eine Viertelstunde über eine autobahnbreite Sandpiste, das eigentliche Flussbett, wenn es mal regnet. Die Feinstaub- und Dieselabgasbelastung wäre ein Thema für die deutsche Umwelthilfe...

Am Ziel angekommen, ging es in kleinen Gruppen durch den Antelope Canyon. Unser Navajo Guide Steve wusste genau, wo und wie man die besten Fotos macht. Das ist auch tatsächlich ein Spot für Foto-Enthusiasten. Durch den Staub und die Sonnenstrahlen im Canyon, sehen die Fotos manchmal besser aus, als die Ansicht im Original. Das war ein schöner Ausflug.

Nach der Rückfahrt zu unserem RV, ging es zum Mittagessen zu Taco Bell in Page. Endlich, die Jungs wollten schon lange mal zu dieser Kette. Es war auch ganz lecker. Danach war das nächste Ziel der Grand Canyon. Wir fuhren von Osten her an den South Rim, so dass wir am Desert View Point und dem Desert Watch Tower ankamen. So spät hatten wir ein interessantes Licht im Canyon. Das sah echt atemberaubend aus.

Nun mussten wir noch einen Campingplatz finden. Im Nationalpark war natürlich kein Platz mehr frei. Wir sind dann südlich aus dem Park raus zum Ten-X Campground. Nur 10 Dollar Gebühr, aber auch nur Plumpsklos und Müllentsorgung, sonst kein Service. Auf dem Weg zum Platz standen Hirsche mitten auf der Straße.

Donnerstag, 11. Juli 2019

Grand Canyon National Park

37 km / 11.200 Schritte

 

Wir fuhren das kurze Stück in den Park bis zum Mather Campground zum dumpen und duschen. Das Dumpen und Wasser auffüllen war kostenlos, aber das Duschen kostete 2,50 Dollar in Vierteldollarmünzen, also 10 Münzen pro Person, wie umständlich.

Birgit hatte schon im RV geduscht und nutzte die Zeit um nach einer neuen Kaffeemaschine zu suchen. Unsere ging nämlich bei der Zufahrt zum Ten-X Campground in die Brüche. Die hatten dort auf der Straße Bumper installiert, über die ich ein bisschen schräg gefahren bin. Dabei hat sich das Wohnmobil so sehr aufgeschaukelt, dass im Schrank der schwere Glas-Messbecher gegen die dünne Kaffeekanne gefallen ist.

Eine Kaffeemaschine gab es in dem Laden dort aber nicht. Wir verschoben den Kauf auf unseren nächsten Walmart Besuch in Flagstaff.

Dann ging es zum Visitor Center und von dort zu Fuß zum Mather Point. Ein schöner Aussichtspunkt in den Canyon. Anschließend beschlossen wir den Shuttle Bus zum Bright Angel Trailhead zu nehmen. Dort angekommen liefen wir den Weg in den Canyon ein Stück und kehren dann wieder um, so dass wir ungefähr eine Stunde wanderten. Der Shuttle Bus brachte uns dann zum nächsten Overlook, den Hopi Point. Hier konnte man dann sogar den Colorado River im Tal gut sehen. Der Plan war dann über den Rim-Wanderweg zurück zum Bus Transfer Punkt zu laufen. Das ist der Punkt an dem man die Buslinie wechseln muss.

Plötzlich wurden wir von Blitz und Donner und einigen wenigen, aber großen, Regentropfen überrascht, so dass wir beschlossen den Bus zurück zu nehmen. Es hat dann aber in unserem Bereich doch nicht geregnet, wir konnten aber den Regen gut im Tal beobachten.

Am Visitor Center wieder angekommen nutzten wir einen der eingerichteten Picknicktische für eine Pause und fuhren dann zurück zum Ten-X Campground. Dort empfingen uns im Wald vier riesige Hirsche. Die waren ganz nah und ließen sich nicht stören.

Abends haben wir dann gegrillt und danach Monopoly in der Cheat Edition gespielt. Wer am besten betrügt wird belohnt...

 

Generell ist der Grand Canyon natürlich schön und überwältigend, aber durch seine Berühmtheit und Größe auch sehr voll. Auch die gute Infrastruktur trägt dazu bei. Man kann fast überall mit dem Auto hinfahren, oder wie die vielen Chinesen, die man ständig in großen Gruppen trifft, mit Reisebussen. Dazu finden wir, dass der Blick in den Canyon eben nicht so abwechslungsreich ist, wie die Aussichten in anderen Parks mit den vielen Möglichkeiten zum Wandern.

Am Grand Canyon kann man eigentlich nur mit großer Anstrengung nach unten und wieder zurück laufen (wovon dringend abgeraten wird, das an einem Tag zu machen), oder man läuft am Rim entlang, mit dem immer ähnlichen Blick in den Canyon.

Freitag, 12. Juli 2019

Meteor Crater

207 km / 3.100 Schritte

 

Südwärts entfernten wir uns vom Grand Canyon und hatten eine unspektakuläre Fahrt zum Barringer Meteor Crater. Wir erreichten das Visitor Center bei dramatischen Himmel. Es war warm, aber entfernt waren dunkle Wolken und Gewitter zu sehen.

Der Krater ist mächtig beeindruckend und im Visitor Center gibt es eine Ausstellung zum Thema zu sehen. Ein Exponat ist das größte gefundene Stück des Eisenmeteoriten.

Danach fuhren wir zum Campground, gar nicht weit entfernt vom Krater.

Dort angekommen wurde es plötzlich sehr windig und der Wind ließ auch erst spät am Abend nach, geregnet hat es aber nicht.

Samstag, 13. Juli 2019

Sedona

150 km / 3.900 Schritte

 

Die Fahrt nach Sedona ging durch überraschend bergiges Gelände, es gab eine Menge Serpentinen und sehr schmale Straßen. Dazu haben wir wieder Wochenende und es waren überall Fußgänger unterwegs. Kein Parkplatz war frei, schon gar nicht für unser Riesenfahrzeug. In Sedona haben wir versucht den Campground am Stadtrand zu nehmen, aber alles voll. Also sind wir zurück ins Zentrum und haben unseren RV erst einmal auf einem Bus-Parkplatz abgestellt.

Sedona liegt südlich von Flagstaff zwischen roten Felskuppen und steilen Canyon-Wänden. Das sieht sehr malerisch aus. Die Stadt ist bekannt für ihr mildes Klima (bei unserem Besuch sehr heiß) und die florierende Künstlerkolonie. Im Zentrum Sedonas gibt es zahlreiche New-Age-Läden, Gift Shops, Restaurants und Kunstgalerien. Es stehen viele Skulpturen in der Stadt, sogar die Sitzbänke sind künstlerisch gestaltet.

Wir haben auch ein bisschen eingekauft und uns dann Eis, einen Milchshake und einen Smoothie gegönnt.

Dann sind wir weiter nach Süden in Richtung Phoenix gefahren. Rund 24 Meilen von Sedona entfernt, haben wir das Distant Drum RV Resort in Camp Verde gefunden. Ein sehr schöner Platz mit Pool. Das war sehr wichtig, da wir hier um die 40 Grad Celsius hatten.

Sonntag, 14. Juli 2019

Lazy Day in Camp Verde

0 km / wenig Schritte

 

Das war ein heißer Tag, ohne weitere Aktivitäten. Wenn man mal vom ersten Aufräumen und Säubern des Wohnmobils absieht.

Dafür habe ich mal auf dem Resort die anderen Fahrzeuge fotografiert. Da seht ihr mal was die Amerikaner unter Camping verstehen. Besonders schön anzusehen sind natürlich die Airstream Anhänger. Praktisch finde ich die Pickups mit dem Wohnwagen als Sattelauflieger. Da hat man dann vor Ort ein Fahrzeug und ist mobil.

Man kann natürlich auch gleich den PKW hinten an das Wohnmobil anhängen.

Die Infrastruktur ist aber genial für Camping in den USA, vor allem für Wohnmobile. Alle Anschlüsse sind standardisiert und passen, Wasser, Abwasser, Strom und Kabelfernsehen. Wenn ich an die diversen Adapter am Boot denke nur um Trinkwasser nachzufüllen und die nächste Marina hat sich dann wieder etwas Neues ausgedacht.

Montag, 15. Juli 2019

Route 66

311 km / 11.100 Schritte

 

Das war die vorletzte Etappe auf dem Weg zurück nach Las Vegas. Wir sind über Preston zurück zur Interstate 40 gefahren. Arizona scheint das Thema Roundabout zu entdecken. Alle paar Meilen kam ein neu gebauter  Kreisverkehr.

Vor Seligman sind wir von der Interstate auf die Route 66 abgebogen. In Seligman sind wir dann kurz ausgestiegen und haben uns die Läden angesehen. Das war alles sehr touristisch. Dann ging es weiter auf der Route 66 bis nach Kingman. Hier trifft dann die 66 wieder auf die Interstate.

Wir sind auf dem KOA Campground untergekommen, zum Glück ein Platz mit Pool. Wir hatten am späten Nachmittag immer noch 40 Grad Cesius im Schatten, auch morgen sollen es wieder mindestens 43 Grad werden.

Gegen 21 Uhr sind wir noch mal zu Fuß los zum Einkaufen. Es fehlten ein paar Sachen für unser Frühstück. Das war wieder typisch USA, keine weiteren Fußgänger unterwegs und kaum Straßenbeleuchtung. Wenigstens gab es meistens Fußwege.

Dienstag, 16. Juli 2019

Hoover Damm, Las Vegas, letzter Tag im RV

179 km / 6.500 Schritte

 

Nun die letzte Etappe zurück nach Las Vegas. Unterwegs hielten wir am Hoover-Damm, genau die Grenze zwischen Arizona und Nevada und auch der Zeitzonen. wir sind jetzt wieder in der Pazifik-Zeitzone. Das ist aber im Moment kein Unterschied, da Nevada 2019 keine Sommerzeit hat.

Am Hoover-Damm gab es strenge sicherheitskontrollen durch schwer bewaffnete Polizei. In dem Felsenkessel und waren 47 Grad Celsius im Schatten, nur es gab keinen Schatten. Das kurze Stück vom und zum Parkplatz war sehr anstrengend. Unten am Damm war sogar eine mobile Kühleinheit aufgestellt.

Auch später in Las Vegas war es draußen kaum auszuhalten. Wir mussten ja erst Propangas und Benzin tanken, dann Koffer packen und aufräumen. Alles im Freien war eine Qual.

Am Mittwoch-Vormittag ist dann die Wohnmobil-Rückgabe und dann werden wir zum Flughafen gebracht. Am frühen Nachmittag geht es mit DELTA über Los Angeles nach New Orleans.

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© Peter Bär