Berlin - San Francisco - Las Vegas

Montag, 10. Juni 2019 (Pfingsten)
Es geht los, Abflug!

9.500 km / 12.500 Schritte


Es geht los. 9:05 Uhr von Berlin-Tegel nach Amsterdam Schiphol und dann weiter nach San Francisco SFO. Wir kommen 14:45 Uhr an, geplant war 14:35 Uhr. Leider mussten wir ca. 30 min im Flugzeug warten bevor wir zum Gate fahren konnten. An der Passkontrolle mussten wir 2,5 h in der Warteschlange stehen - das war echt megaanstrengend. Einige Passagiere wurden ausfallend, eine Arrestierung wurde vom Personal angedroht. U. a. fiel hier der "Prankenmann" unangenehm auf, der mich schon die ganze Zeit während des Fluges genervt hatte: der Typ hatte ein starkes Übergewicht und Hände so groß wie Bratpfannen. Leider saß der hinter mir und hat permanent an meinem Sitz herumgerissen. Super nervig dieser "fliegende Holländer".

In San Francisco angekommen, wurden wir mit einem hohen Preisniveau für eigentlich alles (Toilettenartikel, Fahrkarten oder Restauration) konfrontiert. Erstaunlich war für uns, dass es hier selten eine Klimatisierung gibt: wir waren kurz in einem Burger King, in dem die Temperatur bei gefühlten 40 Grad lag.

Wir sind dann auch gleich wieder geflüchtet und haben dann um die Ecke im Sam´s Diner sehr gut gegessen.

In unserem Hotelzimmer haben wir leider nur eine Miefschleuder (Deckenventilator), die die heiße Luft im Zimmer verteilt. Klimatisierung Fehlanzeige.

Heute morgen war ich als erste in der Dusche - es hat geschlagene 20 min gedauert bis endlich warmes Wasser kam. Da ist allerdings erst Daniel Nutznießer gewesen. Ich habe mit eiskaltem Wasser geduscht!

(Es könnte aber auch an der etwas anderen amerikanischen Mischbatterie gelegen haben...) 

 

Naja - nach diesem doch sehr ernüchternden Start erhoffen wir uns heute schöne Eindrücke von der Stadt.

Dienstag, 11. Juni 2019
Ein heißer Tag in San Francisco

17,4 km zu Fuß / 23.465 Schritte

 

Nach einem amerikanischen Frühstück haben wir zu Fuß die Stadt erkundet: durch Chinatown, auf den Coit Tower mit einem super Ausblick und toller Sicht auf die Stadt und anschließend durch die Passagen der Fisherman´s Wharf. Hier haben wir schon erste kleine Einkäufe getätigt und in einem Restaurant mit Meerblick Austern, Krabbencocktail und Clam Chowder genossen. Am Pier 39 haben wir uns die Seelöwen angesehen, die sich dort zu Hauf in der Sonne aalen. Gerne hätten wir einen Fährtrip inkl. Besichtigung nach Alcatraz mitgemacht, aber bis Donnerstag ist alles ausgebucht und an diesem Tag werden wir mit der Fähre zum Six Flags Vergnügungspark übersetzen.

 

Beim Flanieren durch die Stadt fällt auf, dass viele Appartements im EG vergitterte Fenster haben. Überhaupt sind die Privathäuser festungsartig zur Straße hin abgeschottet, was teilweise kontaktfeindlich wirkt, aber wohl der Einbruchsverhinderung dienen soll. Die Menschen versuchen häufig den Blickkontakt zu vermeiden, das trifft auch auf die armen, drogensüchtigen und/oder psychisch auffälligen Menschen zu, von denen es hier auffallend viele gibt. Auch sie versuchen sich durch Einsatz von vielen Gegenständen und Materialien auf der Straße einen Platz mit etwas "Privatsphäre" zu erkämpfen. 

 

Auch heute sind es 36 0 C und dementsprechend sind wir jetzt schon nachmittags mit glühenden Füßen ins Hotel zurückgekehrt, um uns eine kleine Erholungspause im Pool zu gönnen. Leider hatte das Wasser im Pool eine ähnliche Temperatur, so dass nur der Wind an einem schattigen Plätzchen für leichte Abkühlung sorgte.

Die Gebäude und Menschen in San Francisco sind nicht auf derartige hohe Temperaturen eingerichtet - es gibt kaum klimatisierte Räume!

 

Nachher wollen wir noch zu der Häuserzeile "Painted Ladies" laufen, die sich ca. 2 km von unserem Hotel befindet. Interessanterweise hat sich die Skyline von da aus im Vergleich zu vor 24 Jahren, als wir das letzte Mal hier waren, kaum verändert. Der Blick auf Details zeigt demgegenüber deutliche Änderungen: es ist viel schmutziger geworden. Teilweise sitzen die Leute beim Frühstück hinter völlig verschmierten Scheiben und scheinen das gar nicht mehr wahrzunehmen.

 

Auch der öffentliche Personennahverkehr wirkt oft altmodisch und etwas abgerockt. Tatsächlich gibt es aber auch viel Modernes zu entdecken, zum Beispiel fährt hier kein Dieselbus mehr. Viele Busse fahren als O-Busse, also mit Oberleitung, oder als Hybrid- oder Erdgas-/LPG-Busse. Akkubusse, die ja bei uns als supermodern gelten, haben wir nicht gesehen. E-Scooter und alle möglichen anderen elektrisch angetriebenen Fortbewegungsmittel sind dagegen sehr verbreitet.

 

Morgen planen wir einen Fahrradausflug zur Golden Gate Bridge...
 

Mittwoch, 12. Juni 2019
Mit dem Fahrrad über die Golden Gate Bridge

50  km mit dem Fahrrad / 29.800 Schritte

 

Frühstück im Café Moda gegenüber von unserem Hotel. Sehr lecker und zu einem guten Preis, jedenfalls verglichen mit den generellen Preisen hier in San Francisco. Gefühlt ist hier alles doppelt so teuer als in Deutschland.

Heute haben wir uns an der Fisherman´s Wharf Elektro-Bikes ausgeliehen: ein tolles Angebot "Basically Free Bike Rental". Das bedeutet, dass man als Gegenwert für die komplette Leihgebühr in dem Shop "Sports Basement", der sich direkt auf dem Weg zur Golden Gate Bridge befindet,  Sportsachen aussuchen kann. Für uns hat sich das wirklich gelohnt, da Daniel noch einige Sachen brauchte, und wir die so "umsonst" bekommen haben. Außerdem haben wir durch die Onlinebuchung vorher noch 20 % Rabatt auf die Leasinggebühr erhalten.

 

Mit den Fahrrädern sind wir über die Golden Gate Bridge nach Sausalito gefahren. Das Wetter war zunächst bombig: sonnig, aber nicht heiß, blauer Himmel und tolle Sicht. Auf der Brücke wehte dann schon eine starke Brise, die auch recht kühl war. Eigentlich wollten wir von Sausalito aus mit der Fähre zurückfahren. Als wir an der Station ankamen, mussten wir feststellen, dass Elektrobikes auf den Fähren nicht zugelassen sind! Da waren wir erstmal platt - bei dem Gedanken, die steile Abfahrt nun wieder rauffahren zu müssen und auch, dass die Batterien der Räder ggf. nicht reichen würden.

 

Um uns die Laune etwas aufzuheitern, beschlossen wir dann noch zu den Muir Woods zu fahren. Eine Strecke, die sich im Verlauf als recht herausfordernd herausstellte: Steilstrecken zum Hoch- und Runterfahren!

Den Eintritt hätten wir uns eigentlich sparen können, da dort der Annual Pass für die Nationalparks gilt - dazu hätten wir ihn aber dabei haben müssen - stöhn! Naja, wenigstens ist Daniel noch als 15 jähriges "Kind" durchgegangen und war damit vom Eintritt befreit.

 

Die Fahrt dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt: der Wald ist ruhig, schattig und sehr idyllisch! Das war eine schöne Wanderung. Die Redwoods sind gigantisch und sehr beeindruckend. Eigentlich hätten wir gerne etwas gegessen, aber auch hier sind die Kosten enorm: ein Hot Dog sollte 7 Dollar kosten - das haben wir uns dann verkniffen. Ein Eiskaffee/Eistee hat es auch getan.

 

Die Rückfahrt über die Brücke war dann noch ein Erlebnis der anderen Art: sehr nebelverhangen und der Wind war so stark geworden, dass er einen fast vom Rad gefegt hat.

 

Mit letzter Kraft (Akkus und Muskeln) haben wir dann nach 8 h gegen 18.00 Uhr die Verleihstation wieder erreicht. Daniel hat mir für die letzten Meilen sein Fahrrad überlassen, da bei mir die Batterie schon in die Knie ging. Da war ich sehr dankbar, denn ich weiß nicht, wie ich das sonst hätte schaffen sollen.

Ins Hotel sind wir dann wieder mit Uber.

 

Zum Abendessen gab es Super Duper Burgers, so heißt die Kette. War sehr lecker.

Ein kräftezehrender Tag geht zu Ende und morgen müssen wir wieder früh aufstehen, da wir um kurz nach 8.00 Uhr die Fähre zum Six Flags Freizeitpark bekommen wollen. So kriegen wir doch noch unsere Bootsfahrt.

 

Da nimmt der Freizeitstress kein Ende ... grins!

Donnerstag, 13. Juni 2019
Zum Six Flags Discovery Kingdom mit der SF Bay Ferry

16.200 Schritte

 

7:00 Uhr wieder Frühstück im Café Moda und dann mit dem BART (Bay Area Rapid Transit), so eine Art S-Bahn, zum Ferry Terminal. Eine rasante Überfahrt durch die Bucht nach Vallejo. Der Katamaran erreichte 70 km/h. Beeindruckend wie ruhig das Boot durch die teilweise recht hohen Wellen schnitt. Wir fuhren dann die Reststrecke mit einem Bus. In dem Bus gab es keine Touristen und wir fuhren durch Wohngebiete. Kaum zu glauben, dass es zu einem großen Vergnügungspark ging.

 

Im Park angekommen, war es auch relativ leer und die Schlangen an den Attraktionen kurz. Leider waren auch einige Rollercoaster und beide Wasserbahnen out of order. Verglichen mit den deutschen Parks die wir kennen (Hansapark, Heidepark) ist dieser Park relativ klein, es gibt wenig Grün, kaum anderes als megaverrückte Achterbahnen und nur wenige Fahrgeschäfte, um mal durchzuatmen.

 

Im Park ist auch ein Becher erhältlich, welchen man beliebig oft nachfüllen kann. Hier gibt es den Season Becher für ~$25 und den Tagesbecher für $18. Der Preis ist an sich hoch, aber da eine kleine Wasserflasche $5.50 kostet rentiert er sich.

 

Schön war die Dolphin Show, kurzweilig und mit viel Spaß präsentiert.


Krass war dann am Nachmittag die dann doch noch geöffnete Wasserbahn mit Bumperbooten, wie wir sie aus anderen Parks schon kennen. Normalerweise wird man da immer etwas nass, je nachdem wo man im Boot sitzt. Aber nicht so hier. Das Boot fuhr durch den Kanal, ständig kamen Wasserschwälle ins Boot und als Highlight passierten wir einen Wasserfall, der sich voll in das Boot ergoss. Wir waren komplett nass bis auf die Haut. Sogar die Schuhe und Socken, alles klitschnass. Ich (Birgit) habe diesen Vorfall genutzt, um mir neue, trockene Klamotten zu kaufen und damit die Laune etwas aufzubessern (grins). Während dessen haben Peter und Daniel Root Beer probiert. Der Geschmack ist am besten als altes Arzneimittel mit Hustensaft und Cola zu beschreiben. Man könnte also sagen es war nicht ganz so lecker.

 

Zurück ging es am späten Nachmittag wieder mit der Fähre zum Ferry Terminal in San Francisco. Das alte Gebäude beherbergt jetzt eine sehr schöne Markthalle, leider mit allerlei sehr hochpreisigen Hipsterprodukten - erinnert an die Feinkostabteilung des KaDeWe.

 

Zusammenfassend muss man leider sagen, dass der Park keinen Charme, überteuertes Essen hat und insgesamt weniger unterhaltsam ist, als viele Parks, die wir aus Deutschland kennen.

Hat sich leider nicht gelohnt - aber hinterher ist man immer schlauer!

 

Freitag, 14. Juni 2019
Krank, viele Wartezeiten und endlich auf dem Highway N0. 1 Richtung Süden

470 km mit dem Auto / 9.000 Schritte

 

In der Nacht bin ich (Peter) vor Schmerzen aufgewacht. Mir ging es ja schon den ganzen Tag vorher, als wir im Six Flags Park waren, nicht so gut. Ich bin mit Schüttelfrost und starken Rücken-/ Nierenschmerzen durch das Zimmer getigert und war kurz davor 9-1-1 anzurufen. Ich sah schon unsere Urlaubsplanung den Bach runtergehen.

Um mit den Schmerzen klar zu kommen nahm ich Tabletten und versuchte es mit einem heißen Bad in der Badewanne. Tatsächlich hat das perfekt geholfen, der Schmerz war wie abgeschaltet. Trotzdem waren es 3 Stunden Qual ohne Schlaf und das bei der langen Autofahrt die uns bevorsteht. Ich vermute, es war ein kleiner Nierenstein. 

 

Zum letzten Mal Frühstück im Café Moda, mit frischem Orangensaft, Bacon and Eggs Bagels und Daniel gönnte sich noch einen Donut. Peter und Daniel fuhren dann mit dem Cable Car zur Vermietstation. Das Ticket kostet $7. Ein Tipp: Eine Station später einsteigen! So spart man manchmal mehr als eine Stunde Wartezeit. Wir mussten anstatt 45 nur 5 Minuten warten.

 

Während die Männer den Mietwagen holten, wartete ich im Hotelzimmer, um das Reinigungspersonal, das alle 30 min auftauchte, wieder wegzuschicken. Nach 2,5 h sind sie dann endlich wieder aufgetaucht - mit einem nicht gereinigten Mietwagen ohne Wischwasser und halb vollen Tank. Der Vermieter bot eine Reinigung an. Allerdings nach mehr als einer Stunde Wartezeit hatten wir das Angebot abgelehnt. Auf der Rückfahrt zum Hotel sind sie durch die berühmte Lombardstreet gefahren. Inzwischen war es nach 12.00 Uhr und die Zimmerkarte funktionierte nicht mehr, um das Gepäck zu holen. Ich wartete weitere 30 min - dieses Mal in der Garage - und die Kerle tauchten nicht auf (stöhn).

 

Mittlerweile fast 13.00 Uhr konnten wir endlich starten - Richtung Highway No 1! Als wir nach einem längeren Stau am Pazifik entlangfuhren, machten wir Halt am Gazos Creek, um an den Strand zu gehen. Vorbei an vielen Möwen und Pelikanen ließen wir uns den frischen Wind ins Gesicht wehen. Plötzlich entdeckten wir einen gestrandeten einzelnen kleinen Seehund am Strand. Er drehte sich, war aber offensichtlich zu schwach, um aus eigener Kraft wieder ins Wasser zu kommen.

 

Leider hatten wir dort keinen Empfang. In Santa Cruz angekommen, hat Daniel das Marine Mammal Rescue Center angerufen und hoffentlich damit das Leben des kleinen Seehunds gerettet. Eine gute Tat!

 

In Moss Landing haben wir im "The Whole Enchilada", einem mexikanischen Restaurant, sehr gute Seafood-Tacos gegessen und waren danach satt bis zum nächsten Tag.

 

Die weitere Fahrt entlang des Highways hielt jede Menge Vista Points mit atemberaubenden Ausblicken bereit: u. a. auch die Bixby Bridge, an der noch letztes Jahr ein Teil des Highways zerstört war.

 

Wieder einmal sehr, sehr müde kamen wir gegen 22.00 Uhr in der gebuchten Travel Lodge in Santa Maria an. Eine wirklich sehr schöne Anlage, ein deutlich besser ausgestattetes Zimmer als in San Francisco und sogar mal inklusive Frühstück, was auch ganz ok war. Temperaturmäßig ist es schon seit gestern an der Küste sehr kühl, auf jeden Fall deutlich unter 20 0C.

 

Heute fahren wir weiter Richtung Sequoia Nationalpark - im Inland erwarten wir dann wieder über 30 0C.

Samstag, 15. Juni 2019
Von Santa Maria über Solvang nach Lindsay

402 km mit dem Auto / 11.500 Schritte

 

Heute morgen haben wir es etwas ruhiger angehen lassen und sind erstmal zum Einkaufen zu einem Walmart-Supermarkt gefahren. Dabei haben wir festgestellt, dass es zwei verschiedene Walmarts gibt: Walmart und Walmart Neighbourhood, hier sogar direkt nebeneinander. In letzterem gibt es Nahrungsmittel aller Art, vor allem frische Produkte. In dem "normalen" Walmart gibt es Haushaltswaren, Kleidung, Elektro- und Drogerieartikel.

 

Wir haben einige wenige Sachen gesucht wie z. B. ein Anti-Insektenspray und das hat gedauert. Die Märkte sind wirklich riesig und die Sortierlogik macht es einem nicht wirklich einfacher. 

 

Im Walmart Neighbourhood haben wir u. a. auch einen kleinen Träger Bierflaschen gekauft: als Daniel die vom Kassentresen in den Einkaufswagen heben wollte, hat die Kassiererin ihm den Träger aus der Hand gerissen und kommentiert: "Die sind nicht für dich, sondern für deinen Vater". Man hat wirklich das Gefühl, selbst bei ein paar Flaschen Bier "gefährliche" Dinge zu kaufen!

 

Anschließend sind wir dann Richtung Süden nach Solvang gefahren, einem kleinen dänischen Dorf, dass wir noch aus unserem ersten USA-Besuch positiv in Erinnerung hatten. Dort gibt es eine niedliche Bäckerei, in der vor allem leckere Blätterteig-Backwaren frisch hergestellt werden. Die Temperatur lag hier noch bei angenehmen 25 0C.

 

Anschließend sind wir dann eine sehr langweilige, gerade und schier nicht enden wollende Strecke bis nach Lindsay gefahren, wo uns dann 34 0C erwartet haben. In dieser Gegend sind aber alle Räume klimatisiert!

 

Wir hatten heute das Gefühl, so ziemlich die Einzigen gewesen zu sein, die sich so halbwegs an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten haben. Einer hat Peter nach dem Überholen sogar den Mittelfinger gezeigt, er fuhr schon 60 statt den erlaubten 55 Meilen. Wir haben seit wir unterwegs sind, allerdings auch noch keinen Sheriff gesehen, der das Einhalten der Verkehrsregeln kontrolliert hätte - das sieht man vermutlich nur in amerikanischen Spielfilmen! Auf Schildern steht SPEED ENFORCED BY AIRCRAFT. Was uns auch noch aufgefallen ist, ist, dass es hier so gut wie keine Rastplätze gibt: auf der ganzen Fahrstrecke haben wir heute genau einen gesehen und auch genutzt. Ansonsten muss man in anliegende Städte / Orte fahren und sich da etwas suchen.

Insgesamt ist das Autofahren hier aber sehr entspannt.

Es gibt viel weiniger LKW auf den Straßen als bei uns. Viel Fracht wird mit der Eisenbahn transportiert. Man sieht endlos lange Containerzüge mit doppelt übereinander beladenen Wagons, 3 Loks die ziehen und 2 Loks die schieben.

 

Nach einem kurzen Restroom Stop am Madonnas Inn, einem sehr kitschigen Hotel, sind wir dann am späten Nachmittag in Lindsay angekommen.

Am Abend waren wir dann noch kurz in einem McDonalds und ich war über die mangelnde Sauberkeit doch sehr negativ überrascht: der 6. Tisch, an den ich mich setzen wollte, war sauber! Das ist leider nicht das erste Erlebnis dieser Art - ich hätte nicht gedacht, dass hier in vielen Fast Food Ketten so wenig Wert auf Sauberkeit gelegt wird.

Sonntag, 16. Juni 2019, Fathers Day

Vom Super 8 Motel in Lindsay zum Sequoia Nationalpark

195 km mit dem Auto / 17.600 Schritte

 

Nach der Einfahrt in den Nationalpark haben wir einen kurzen Stopp am Tunnel Rock eingelegt und sind dann zu den Giant Trees gefahren. Nach einem kurzen Spaziergang zum General Sherman Tree – einem der größten der Sequoias – sind wir noch den Moro Rock Trail gewandert. Nach dem schönen Weg mussten wir uns den schönen Rundum-Blick durch einen gehörigen Aufstieg wirklich verdienen: etliche Stufen hinauf auf den Moro Rock und das bei ordentlichen Temperaturen, aber es hat sich wirklich gelohnt. Ein toller Ausblick auf die verschneiten Rocky Mountains!

Anschließend haben wir uns gleich auf die Suche nach dem Ausgangspunkt unseres Wildwasserraftings gemacht. Erhöhter Schwierigkeitsgrad durch fehlendes Netz, nicht besetztes Veranstalterbüro, schlechte Ausschilderung – durch Zufall trafen wir weiter unten am Fluß auf den Chef, der gerade eine Tour beendet hatte. Nach langem Suchen und Durchfragen erreichten wir schließlich den Startpunkt just in time.

In wahnsinniger Hitze sammelte sich der Schweiß in den Neoprenanzügen, während wir auf andere Teilnehmer warteten, die noch später dran waren als wir. Als es endlich losging, waren wir erleichtert. Schnelle Stromschnellen wechselten mit ruhigen Abschnitten. Für Daniel und Peter war es die erste Rafting-Erfahrung und dafür war es vom Schwierigkeitsgrad her genau richtig. Es hat allen Spaß gemacht und das war dann das wichtigste! Leider war der Akku der GoPro leer, deswegen nur ein Foto davon.

Ein kurzer Aufenthalt im Pool beendete diesen doch recht stressigen, aber auch schönen und eindrucksvollen Tag.

Montag, 17. Juni 2019

Von Lindsay nach Las Vegas

550 km mit dem Auto / 22.300 Schritte

 

Heute haben wir in der Ghost Town Calico einen Halt gemacht. Wie so oft in den Staaten sehr touristisch und kommerziell aufgemacht, aber eine der wenigen Sehenswürdigkeiten auf der Strecke. Man braucht bei diesen oft sehr monotonen Fahrstrecken doch ab und an eine Pause! Die 40 0 C haben wir mittags schon erreicht!

Das Mittagessen haben wir dann in Peggy Sue´s Diner eingenommen, der der älteste Diner an diesem Highway und auch im Stil der 50er gestaltet ist. Bei den Bedienungen hat man das Gefühl, sie könnten vom Alter her schon seit den 50er Jahren dort tätig sein (grins). Passt aber alles in den Laden, freundliche aufmerksame Bedienung, humane Preise und sehr gutes Essen – ein echter Tipp!

Wir haben dann noch einen Stopp an einem Outletcenter an der Grenze von Kalifornien zu Nevada eingelegt – lohnt sich aber definitiv nicht: es sind nur Kleidermarken zu erwerben, viele Läden stehen leer und die Preise sind auch nicht wirklich preiswert. Peter hat sich ein Paar Sandalen für 60 $ gekauft, die hätte er bei uns für das Geld auch bekommen. Naja, sind eben Notkäufe, wenn man etwas vergessen hat!

Im MGM Hotel in Las Vegas angekommen, haben wir dann noch einige Zeit gebraucht um einzuchecken. Es ist schon unglaublich, was sich da an einem Montagnachmittag für Schlangen bilden. Dann haben wir auch noch ein Zimmer zugewiesen bekommen, das noch nicht einmal sauber gemacht war. Das hieß nochmal anstellen… es war dann auch schon 18.00 Uhr, als wir endlich in einem sauberen Zimmer waren. Negativ ist auch, dass die Minibar nicht zur Kühlung eigener Getränke genutzt werden darf (50 $ Strafe!).

Beim Flanieren über den Las Vegas Boulevard bis zum Mirage-Hotel ist uns aufgefallen, dass scheinbar jede Baulücke mittlerweile geschlossen wurde. Es ist alles zugebaut, wahnsinnig viele Menschen sind unterwegs, die Preise sind horrend teuer. Im MGM kostet eine große Dose Bier 7 $ - in Stores ca. 3 $. Man muss wirklich genau vergleichen – Las Vegas ist eine einzige Geldmaschinerie!

Ansonsten ist es natürlich interessant sich das alles einmal anzusehen, vor allem, wenn man zum ersten Mal in Vegas ist. Der Vulkanausbruch am Mirage ist noch genauso spektakulär anzusehen, wie vor 24 Jahren (immer um 20.00, 21.00 und 22.00 Uhr)! Neu war für uns das Venetian Hotel, das einen Besuch lohnt, Gondoliere, Rialto Brücke, Canale Grande...

Dienstag, 18. Juni 2019

Las Vegas

17.000 Schritte

 

Heute legen wir einen Faulenzertag ein: erstmal haben wir uns am Frühstücksbuffet ordentlich die Bäuche vollgeschlagen und sind dann anschließend gegen 10.00 Uhr in die hoteleigene Poollandschaft "Wet Republic" eingetaucht: ist nicht wirklich spektakulär, aber bei diesen Temperaturen ist einem jede Abkühlung recht! Länger als 2 Stunden hält man es dort aber nicht aus – es gibt kaum Schattenplätze und mittags wird es richtig unangenehm heiß!

Wir sind dann zum abendessen ins Buffalo Wings gegangen und haben Chicken Wings gegessen. Daniel ist noch mit der New York New York Achterbahn gefahren, die startet im Hotel und geht einmal außenrum.

 

Am Abend kamen etwas verspätet Dominic und Carl, die über New York nach Las Vegas flogen.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Death Valley

485 km / 7.000 Schritte

 

Heute sind wir zu fünft zu Denny`s frühstücken gegangen, das war ein Festmahl. Danach sind wir gleich zum Death Valley gestartet - eine lange Strecke, für die wir jeweils 2,5 h gebraucht haben.

 

Für den Death Valley National Park muss man eigentlich Eintritt bezahlen. Dafür gibt es am Eingang eine Station mit Automaten. Es wird aber nicht kontrolliert. Für uns war es egal, da wir den Annual Pass der National Parks haben.

 

Genau zur Mittagshitze sind wir bei 45 0dann angekommen: bei dieser Hitze sind wir immer nur kurz ausgestiegen, am Furnace Creek Visitor Center, im Badwater Basin, dem niedrigsten Punkt der Erde und am Devil`s Golfcourse.

 

Auf dem Rückweg sind wir dann noch bei Carl´s Junior eingekehrt, eine der vielen Fastfood-Ketten für Burger.

 

Peter hat dann gleich nach unserer Rückkehr den Mietwagen abgegeben, da wir den nicht mehr benötigen und so konnten wir eine doch beträchtliche Parkhausgebühr von 15 $ pro Tag sparen.

weiter mit der 2. Etappe: Las Vegas - Yellowstone NP

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© Peter Bär